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Veranstaltungen im November

Ich wusste, dass ich am richtigen Ort gelandet bin.

Am 11. November gehe ich zu SWIG UK. Das wird meine erste Konferenz, also bin ich mal gespannt, was mich da so erwartet. Es ist zudem das erste Mal, dass ich Semantic-Web-Leute live erleben kann. ;-)

Dann, am 30. des selben Monats, werde ich endlich zum ersten Mal Threshold sehen. Diese treten in Poole zusammen mit Galahad auf − die haben's mir bisher noch nicht so angetan, aber vielleicht wird der Auftritt das ja ändern.

Freue mich auf jeden Fall schon auf beides!

Update (22.10.2008): Zu früh gefreut, das Threshold-Konzert wurde auf Januar verlegt. Naja, besser spät als nie.

Update (25.10.2008): Und nun wurde das Threshold-Konzert komplett abgesagt.

England

Morgen geht's ab nach Southampton in England, wo ich meinen Abschluss machen werde. Leider nicht an der University of Southampton (wo eine Menge Semantic Web Zeug im Gange ist), sondern an der Solent. Trotz dem freue ich mich darauf, interessante Leute zu treffen, an spannenden Projekten zu arbeiten und ein paar von den vielen britischen Künstlern, die ich mag, live zu sehen (hab Threshold schon für November ;-) auf meinem Radar).

Garbasail-Projekt, Teil 3

Endlich! Nach ein paar letzten Arbeiten an unserem Garbasail haben wir es endlich an den Strand geschafft und ihn fliegen lassen. :-)

Das letzte, was wir noch machen mussten, war: die Diagonalen kleben, die Ecken mit Klebeband verstärken, die Haltestange vorbereiten (dazu haben wir einen Fahrradlenker benutzt :-) ), die Seile schneiden und sie am Garbasail und am Lenker befestigen.

Gestern haben wir ihn dann am Strand von Zandvoort in den Niederlanden ausprobiert. Das Wetter war perfekt, es gab 'ne Menge Platz, starken Wind und der Garbasail hat sich genau so verhalten, wie wir es uns erhofft hatten. Er war stark genug, um uns quer über den Strand zu ziehen, aber nicht unkontrollierbar stark oder so stark, dass er kaputt gehen würde.
Allerdings hat er sich nach den ersten beiden »Flügen« total verheddert. Ihn wieder zu entwirren war nicht so einfach, weil wir nicht in die Seile geraten wollten, während er sich aufbläst. Dafür hätten wir einfach mehr Leute gebraucht. Trotzdem hatten wir 4 bis 5 richtig gute Flüge und 'ne Menge Spaß.

Die Fotos von unseren Flügen und ein paar Konstruktionsdetails habe ich diesmal bei Flickr untergebracht. Das ist das erste Mal, dass ich Flickr benutze und ich muss sagen, deren Interfaces sind ganz schön verhunzt. Aber alles in allem ist es einfacher, als hier nur eine handvoll Bilder ins Blog zu packen.

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Rechte springen auf Anti-Überwachungs-Zug auf

Heute ist mir auf einem Laternenpfahl ein Aufkleber aufgefallen, der eine Überwachungskamera zeigte und dann irgendwas von wegen »Freiheit statt Sicherheit« und so weiter und so fort, darunter eine Domain, die ich hier mal ohne Verlinkung wiedergebe: widerstand.info.
Ich dachte mir: »Cool, scheint ja Geeks in der Nähe zu geben.« Pustekuchen. Die Seite ist übelster rechter Dreck und das auch noch ganz offen. Das Einzige zum Thema Überwachungswahn ist ein Link auf eine andere Seite, resistore.net, wo faschistisches Propagandamaterial verkauft wird, unter anderem auch gegen den Überwachungsstaat. Versuchen die Rechten etwa, die »Szene« zu unterwandern? Lese ich die Stammtischsprüche einiger Überwachungsgegner, so scheint mir das rein intellektuell nichtmal für die Rechten eine große Herausforderung zu sein, dann aber wieder sind es hauptsächlich Geeks, die sich darum kümmern, also wäre vielleicht etwas mehr Vertrauen angebracht.
Naja, morgen wird der Aufkleber verschwinden.

Miranda-Kontakte als FOAF exportieren

Alle Kontakte von meinen diversen Adressbüchern und Netzwerken in einer Adressbuchdatei im FOAF-Format zu speichern ist Teil meiner Vision, wie ich mein digitales Leben mit Semantic Web Technologien besser organisieren kann. Ich hab' Beatnik noch nicht ausprobiert, aber das könnte dabei auch ganz hilfreich sein. Das Ganze ist auch Teil meines Plans, semantisches Zeug ein bißchen tiefer in meine Website zu integrieren und schlussendlich zu zeigen, dass wir diese eingezäunten Datensilos von Social Network Plattformen nicht brauchen, aber dazu mehr, sobald ich mit meinen Ideen etwas Fortschritt erreicht habe.

Zunächst mal werden wir nur versuchen, ein paar Kontaktdaten zu konvertieren. Ich bin nicht gerade bei vielen Social Network Seiten angemeldet, weil ich sie nicht mag; ich gebe denen einfach nicht gern meine Daten. Wenn ich also mein soziales Netz mit FOAF selbst verwalten will, wo könnte ich Anfangen, meine Kontakte herzuholen? Die meisten meiner Freunde benutzen ICQ, also wären IM-Kontakte schonmal ein guter Anfang. Glücklicherweise kann ich aus dem Messenger, den ich benutze (Miranda IM), meine ganzen Kontakte in eine relativ simpel handlebare .ini-Datei exportieren. Um das zu tun, klicke auf das Hauptmenü, dann »Kontaktlisten Im-/Export«, dann »Export Kontaktliste«, bestätige die Warnung, wähle die Zieldatei und sag, dass Du Deinen Verlauf nicht speichern willst.

Diese Datei ist recht einfach aufgebaut: zu jedem Kontakt gibt es einen Abschnitt mit einer Nummer und in jedem Abschnitt finden sich mehrere Attribute. Wir werden nur die folgenden brauchen: »ID«, »CListNick«, »CListGroup«, »Proto« und »Hidden«. Jetzt brauchen wir noch etwas, um die Datei parsen zu können. Ich arbeite mit Java und hab' dafür die Bibliothek ini4j eingesetzt. Damit lesen wir die Datei ein und haben dann Zugriff auf die einzelnen Abschnitte und die Attribute eines Abschnitts als Java-Maps. Danach öffnen wir einfach eine andere Datei und schreiben das passende RDF/XML als Plaintext rein (wir brauchen übrigens noch unsere URI um andere mit uns in Beziehung setzen zu können).

Also, wir gehen durch die Abschnitte und überspringen jeden, der das Attribut »Hidden« hat (ich denke mal, das sind die Leute, die einen vergeblich anschreiben wollten oder die auf ignore gesetzt wurden). Wir benutzen das Attribut »CListGroup« um Mitgliedschaftsbeziehungen zu foaf:Groups herzustellen. »CListNick« dient als foaf:nick einer Person. Um »ID« als Identifikationsnummer benutzen zu können, müssen wir erst die passende Eigenschaft finden, wo wir diese reintun können. Daher ordnen wir den Wert in »Proto« (Protokoll) dem Namen eines FOAF-Attributs zu: »JABBER« nach foaf:jabberID, »ICQ« nach foaf:icqChatID und so weiter. Nachdem wir alle Kontakte geschrieben haben, schreiben wir die Gruppen und beenden dann die Datei. Das ist alles.

Jetzt hast Du eine valide FOAF-Datei mit den Daten aus Deiner IM-Kontaktliste. Das Ganze ist noch nicht perfekt, die Personen da drin sind zwar eindeutig durch ihre IM-IDs identifizierbar, aber sie haben noch keine URIs - und die Gruppen, die wir erstellt haben, auch nicht. Außerdem ist die Zuordnung dieser Einträge zu Leuten aus anderen Quellen eventuell nur manuell möglich. LiveJournal hat IM-IDs in seinen FOAF-Daten, aber ich glaube nicht, dass man danach suchen kann, also könnte man die Zuordnung nur mit Leuten machen, deren Account dort man schon kennt.

Mehr Details gibt's in der Java-Datei.

Bloggen, das semantische Web, Sprachen und der (das?) Garbasail

Ich blogge ja nicht wirklich viel, aber aus einem Grund: ich habe einfach zu viele Blog-Einträge über lauter verschiedenes Zeug geplant und die bauen alle aufeinander auf: ich will meinen Lesern all diese Dinge erklären. Aber dann bringe ich die Einträge doch nie zu Ende, was mich zu der Schlussfolgerung führt, dass bloggen so nicht funktioniert. Ich muss einfach schreiben. Wann immer mir dann danach ist, etwas zu erklären, kann ich es immer noch tun. Und es gibt genug andere Leute, die all diese Dinge auch ganz gut erklären.

Naja, also ich habe mich im letzten Jahr in den ganzen Semantic Web Kram eingearbeitet und das hat mir eine Vision davon gegeben, was ich mit Computern machen will. Das werde ich Schritt für Schritt erklären. Aber zuerst kommen ein paar vereinzelte Einträge über Teile der Technologien drumrum, welche ihr möglicherweise nicht direkt versteht, wenn ihr nicht sowieso schon wisst, worum es dabei geht.

Übrigens: wir ihr sehen könnt, habe ich im Grunde zwei Blogs: eins auf Deutsch und eins auf Englisch. Normalerweise werde ich versuchen, auf beiden Sprachen zu schreiben und die Einträge miteinander zu verlinken. Aber manchmal sind Themen zu spezifisch auf ein Sprachpublikum bezogen (z. B. deutsche Politik und Presse) und manchmal bin ich einfach nur faul. :-)

Oh und: das Garbasail-Projekt ist nicht tot! Wir hatten ein bißchen Pech beim Finden von Terminen zum Ausprobieren und immer wenn wir es dann machen wollten, war Regen angekündigt (genau wie jetzt, es gießt in Strömen). Ich hoffe, wir werden dieses Jahr etwas mehr Glück haben.

Macht's gut!