Es fing damit an, dass ich wahllos das Urban Dictionary durchstöberte (ich glaube, ich wollte Daten sammeln, um herauszufinden, wie deren Ranking-Algorithmus funktionert) und dabei auf den Begriff garbasail stieß. Da ich die Bilder dort recht lustig fand, suchte ich ein bißchen weiter danach, las auf der Garbasail-Website (Achtung: Flash) weiter und zeigte es schließlich einem Freund. Der war recht begeistert davon und meinte, das sollten wir doch auch mal bauen. Die Idee zu dem Projekt war also geboren, allerdings verging noch etwas Zeit (es war eh nicht die richtige Jahreszeit dafür) bis mein Freund schließlich plante, seinen Geburtstag am Meer zu feiern. Bis dahin wollten wir den Garbasail fertig haben, also machten wir uns an die Detailplanung. Ein paar Skizzen später fingen wir an, nach den richtigen Materialien zu suchen und gestern war es dann soweit: wir hatten alles zusammen und die erste Bauphase konnte beginnen:
Ein paar Details
Normalerweise sind die schwarzen Säcke die stärkeren (und werden auch in den Original-Garbasails eingesetzt), da wo wir sie besorgten, war es aber umgekehrt. Wir benutzen 30 Schwergutmüllsäcke, 100 Meter Drachenschnur und eine Menge Gewebeband zum Verbinden der Tüten. Sonst nichts!
Im aufgeklappten Zustand haben die Müllsäcke eine Größe von 140 × 110 cm, diese liegen waagerecht in 5 Reihen á 6 Tüten. Insgesamt hat der Drachen also 5,50 m Höhe und 8,40 m Breite, bzw. 46,2 m². Auf der Vorderseite werden alle Teile mit waagerechten und senkrechten Streifen Gewebeband verbunden, auf der Rückseite mit 4 Diagonalen verstärkt. An der Ober- und an der Unterseite wird jeweils an 4 Stellen ein Seil befestigt. Wie wir diese am Ende verbinden, wissen wir noch nicht.
Erste Bauphase
Beim Auspacken der Müllsäcke stellten wir erstmal fest, dass diese links wie rechts nur zusammengeschweißt waren, die Faltung befindet sich unten. Sie nach unten hin aufzuklappen, würde aber mehr Gewebeband benötigen. Also haben wir sie doch seitlich aufgeklappt und die zusammengeschweißten Stellen nochmal mit braunem Klebeband verstärkt (und dabei auch gleich die übereinanderliegenden Tüten verbunden).
Es wurde draußen zu windig und dunkel, also schnitten wir noch schnell alle Tüten auf und machten drinnen mit dem Kleben weiter. Zunächst verstärkten wir den Rand der äußersten linken Spalte mit dem Gewebeband und klebten dann zwei weitere Spalten dran.
Dann suchte uns allerdings das Tütenmonster heim, so dass wir die Arbeit hier abbrechen mussten!
Hier noch ein Gesamteindruck von der Tütenmenge:


